Neugestaltung der Ortsmitte Krailling

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Neugestaltung der Ortsmitte Krailling

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Neugestaltung der Ortsmitte Krailling

Städtisches und dörfliches Leben findet in der Öffentlichkeit und vor allem im Freiraum statt. Dieser erhält Wert durch seine Qualifizierung als Stadtraum sowie seine Vernetzung im urbanen Gefüge.

Die intuitiv lesbare „Zugehörigkeit“ von Freiflächen zum städtebaulichen Ensemble macht es allen Nutzergruppen jederzeit und an jedem Ort einfach, sich mit dem Ort und der Situation zu identifizieren. Die offensichtliche Wegeführung schafft Orientierung und Vertrauen, was zu großen Teilen behagliches Stadtleben ausmacht.

Fußgängerverkehr ist Basis von Urbanität. Daher wird die Margaretenstraße im Bereich zwischen Paulhan-Platz und „Alten Wirt“ als Geschäftsbereich Zone 30 ausgewiesen. Menschen müssen das Bild des Freiraums prägen, nicht Autos, ob fahrend oder parkend. Daher wird auf ein dezentrales Parkierungskonzept gesetzt. Straßenbäume und Mobiliar laden ein, entlang der Schaufensterfronten zu flanieren.

Die harten Oberflächen der Margaretenstraße sind mit zwei unterschiedlich großen Formatverbänden aus Betonsteinpflaster befestigt, die sich in Farbe und Format am Bestand im Bereich Luitpoldstraße orientieren. Die Margaretenstraße und die Parkierungsflächen sind mit mittelformatigen Steinen in Reihe gepflastert. Der Reihenverband richtet sich in Feldern an den Fassaden aus und orientiert sich mit seiner langen Fugen jeweils senkrecht zu diesen oder zur Biegung der Straße. Homburger Kanten aus Granit Großstein definieren die Fahrbahn auf der sonst möglichst eben gehaltenen Fläche. Diese Linien dienen zudem der Wasserführung entlang der Straße.

Die Gehwege und Platzflächen sind in der gleichen Verlegesystematik, allerdings mit etwas kleineren Pflastersteinen, ausgeführt, um den ländlichen Charakter dieses Bereiches zu unterstützen. Großformatige Betonplatten weisen in der Margaretenstraße auf Wegeverbindungen zur Würm hin. Großzügige Sitzstufenanlagen aus anthrazit gefärbtem Beton lassen das Wasser der Würm erleben. Grau-Erlen (Alnus incana) säumen als Reihe die Margaretenstraße. Die Platzflächen werden von klimaplastischen Gehölzen wie Stadtbirnen (Pyrus communis ‚Beech Hill‘), Dornenlosen Gleditschien (Gleditsia triacanthos ‚inermis‘) und Hahnensporn-Weißdorn (Crataegus crus-galli) überstanden. Für das Stadtklima ausgezeichnet geeignete Exoten wie Schnurbäume (Sophora japonica) und Götterbaum (Ailanthus altissima) setzen Akzente im öffentlichen Raum.

Projekt: Realisierungs- und IdeenWettbewerb
Auftraggeber: Gemeinde Krailling
Aufgabenstellung: Planung der Außenanlagen und Hochbaubereiche
Zusammenarbeit: Toponauten Landschaftsarchitektur GmbHTobias Schmid

Fertigstellung: 2014